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Schiefer-Industrie 2009
Die Nachfrage nach Schiefer für Dach und Fassade in Europa wurde 2009 von der weltweiten Wirtschaftskrise spürbar beeinflusst. Auf nahezu allen wichtigen Schiefermärkten mussten deutliche Absatzrückgänge zum Vorjahr registriert werden. Besonders signifikant konnte dies in Großbritannien, Irland, Spanien und Frankreich beobachtet werden. In Osteuropa wurde der Wachstumstrend der vergangenen Jahre, zusätzlich beeinflusst durch negative Kursentwicklungen, nicht mehr fortgeführt. Der Schieferbedarf für Dächer und Fassaden lag 2009 europaweit bei ca. 20 Millionen Quadratmetern eingedeckter Fläche.
Der deutsche Markt war trotz Krise relativ stabil, obwohl der Neubau nach wie vor das Sorgenkind der deutschen Bauwirtschaft ist. Entsprechend verhalten war die Nachfrage nach Schiefer für diesen Einsatzzweck. Motor für die Schieferindustrie sind überwiegend die Bereiche Sanierung, Renovierung und Modernisierung. Hier kommt der Branche der Trend nach energetischer Gebäudesanierung zugute, denn einhergehend mit Baumaßnahmen zur Verbesserung der Dämmwirkung werden oftmals auch die äußeren Schichten des Dach- oder Fassadenaufbaus erneuert.
Die von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramme zeigten nur verhalten Wirkung. Modernisierungsmaßnahmen öffentlicher Gebäude stützten zwar die Schiefernachfrage, konnten aber nicht für eine deutliche Nachfragebelebung sorgen.
Erfreulich war die erhöhte Nachfrage im Segment der Altdeutschen Deckung. Hier konnten die drei deutschen Betriebe, die Decksteine für diese Deckart fertigen, sogar eine Nachfragesteigerung registrieren. Die Altdeutsche Deckung ist die traditionelle Schieferdeckart in Deutschland, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückzuführen sind. Vornehmlich wird sie im Denkmalschutz, auf Kirchen und Einfamilienhäusern gehobenen Niveaus eingesetzt.
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